5 Vorurteile gegen MMA MMA ist umstritten und gerade Leute, die keinen Bezug zum MMA (Mixed Martial Arts) haben, sehen diesen Sport als brutal und barbarisch. Wer sich allerdings in dem Sport auskennt, weiß, dass dies natürlich nicht stimmt. Daher möchten wir gerne einige Gerüchte und Vorurteile aus dem Weg räumen. 1. Der Käfig Vorurteil: 2 Kämpfer werden in einen Käfig gesperrt, bis einer nicht mehr aufstehen kann. Realität: Nein! Der Käfig ist ein wichtiges Element im MMA. Er hat die simple Funktion, die Kämpfer davor zu schützen, aus dem Ring zu fallen. 2. Die Regeln Vorurteil: Beim MMA ist alles erlaubt. Realität: Beim Mixed Martial Arts gibt es ein ebenso klares Regelwerk, wie bei allen anderen Sportarten auch. Beim MMA geht es nicht um Leben und Tot – es geht um einen sportlichen Wettkampf. Um ein paar Beispiele zu nennen: - Es ist nicht erlaubt, in die Weichteile zu kicken/schlagen - Es ist nicht erlaubt, die Augen zu attackieren - Kopfnüsse sind verboten - Hebel der Finger- oder Zehngelenke sind nicht erlaubt - Etc. 3. Das Ende eines Kampfes Vorurteil: Die Kämpfer schlagen sich so lange, bis einer umfällt. Realität: Das Ende eines Kampfes entscheidet entweder der Referee oder ein Athlet selber. Durch das Abklopfen (Tap Out) signalisiert der Sportler seinem Gegner und dem Referee die Aufgabe des Kampfes. Dies ist die sogenannte Submission. In diesem Moment löst der Gewinner sofort den Hebel und lässt von seinem Gegner ab. 4. Der Bodenkampf Vorurteil: Die Athleten hören selbst am Boden nicht auf sich zu schlagen. Realität: Richtig. Schlagen am Boden ist erlaubt. Die Athleten sind allerdings darauf vorbereitet und darauf trainiert. Der Bodenkampf ist ein fester Bestandteil des Jiu Jitsu & Grappling, welches von MMA Athleten ebenfalls trainiert wird. Wie der Name Mixed Martial Arts schon sagt, ist dieser Sport ein Mix aus verschiedenen Sportarten. Dabei gehört der Kampf im stehen (Stand Up) genau so dazu wie der Bodenkampf. 5. Das Publikum Vorurteil: MMA wird nur von Schlägertypen betrieben. Realität: Dies ist natürlich ein Gerücht. Ein schwachsinniges noch dazu. MMA ist die Königsdisziplin im Kampfsport. Ein Kämpfer muss sehr facettenreich sein und ein großes Wissen über Technik haben. Anders als in anderen Kampfsportarten weiß ein Athlet im MMA nie, aus welchem Kampfsport sein Gegner kommt. Die Vorbereitung auf einen Kampf ist also sehr vielfältig, um auf alles vorbereitet zu sein. Man kann absolut nicht verallgemeinern, von welcher „Schicht“ MMA betreiben wird. In den meisten Gyms und Kampfschulen ist es ein bunter Mix – vom Gärtner bis hin zum Akademiker ist alles dabei. Fazit: Von der Presse wird MMA gerne mal als „brutal“ & „barbarisch“ dargestellt. Die Presse berichtet ohne jegliches Wissen über den Sport, ansonsten gäbe es diese Vorurteile nicht. Wenn ein Boxer einige Runden blutend mit einem gebrochenen Kiefer einen Kampf bestreitet (Respekt an dieser Stelle), dann wird es von der Presse als spektakulärer Kampf gefeiert und es ist auf allen Titelseiten zu lesen. Von Gewalt oder Brutalität ist meist nicht die Rede. Steigt hingegen ein MMA Kämpfer mit Nasenbluten oder blauem Auge aus dem Cage, so wird direkt negativ berichtet, wie brutal dieser Sport doch sei. Schade, aber so ist es... Welcome to Germany! ONE MAN ARMY